
DIE BASILIKA ABSAM
EIN HERZLICHES GRUSS GOTT
Die Basilika Absam, ist dem HI. Erzengel Michael geweiht. Seit 1797, dem Jahr der Erscheinung der Muttergottes in Absam ist die Basilika Pilgerst~tte fúr viete Glàubige aus nah und fern und zugleich beliebte Hochzeitskirche. Am 24. Juni 2000 wurde die Wallfahrtskirche durch Papst Johannes Paul Il zur Basilika erhoben.
grau/schwarze Bild eines Frauenkopfes.
Rosina Bucher rief sogleich: ~Mutter schau! Im Fenster , ein Muttergottesbild!" Die Familie sah zun~chst in diesem Bild die Ankúndi¬gung eines Unglúcks (Der Vater und einer der Sóhne waren im Salzbergwerk tà¬tig). Als die beiden Mànner unversehrt heim kamen, sah die gl~ubige Bevólkerung jedoch in diesem Bild ein Zeichen des Himmels.
Die Kirche in Tirol war damals von zwei Seite her bedroht. Einerseits von innen durch die Aufklàrung" (Die Geisteshal¬tung war: Glaube, Offenbarung und Wunder sind nur Wunsch¬denken der Menschen); andererseits erfolgte die ~uf3ere Be¬drohung vor allem durch die Franzosenkriege. Unter diesem Druck hórte die glàubige Bevólkerung den Anruf Mariens: Betet und glaubt! Denn in solcher Not sind Gebet und Glaube die einzig wirksamen Waffen."
1797 wurde das Bild von einer Kommision untersucht, die aus aufgekhrten Beamten und josephinischen Geistlichen bestand. Das Fensterbild wurde gewaschen, beidseitig abgeschliffen und geàtzt. Doch allen Prozeduren zum Trotz wurde das Bild immer wieder sichtbar. Das ghubige Volk von Absam verlangte das Bild stúrmisch zurúck. Am 24. Juni d. J., wurde das Bild in einem wahren Triumphzug in die Pfarrkirche Absam úbertra¬gen. Das Ordinariat in Brixen entschied, das Marienbild móge zur Andacht und Verehrung am Seitenaltar in der Pfarrkirche Absam bleiben. Damit war Absam als Wallfahrtsort anerkannt. Das ghubige Volk versteht das Gnadenbild als Einladung zum Gebet. Es wu(3te immer schon um die mútterliche Fúrsprache Mariens, die ihr unter dem Kreuz von Jesus selbst aufgetragen worden ist. Heute pilgern die Menschen zur Muttergottes um Hilfe fúr ihre Anliegen zu erbitten oder ihre Dankgebete zu sprechen. Fúr viete ist die Basilika Absam zum religósen Kur¬zentrum fúr Seele und Leib geworden
DER GNADENALTAR
Am rechten Seitenaltar ist das Muttergottesbild fGr alle sichtbar in einem Glaszylinder untergebracht.
Úber dem goldfarbenen Schrein mit dem Gnadenbild sieht man ein sp~t¬gotisches Fresko, das Maria als thro¬nende Madonna mit dem Jesukind dar¬stelit. Das Fresko stammt aus der Zeit um 1470.
Die weiteren Figuren im Fresko sind: Unten rechts: die HI. Ottilie, unten Iinks: die HI. Margarethe. Links oben: das Bild der HI. Ursula Rechts oben: die HI. Apollonia. Die lebensgrof3en Statuen rechts und links neben den S~ulen sind: rechts der HI. Franz Xaver, Iinks der HI. Johann Nepomuk.
DER HOCHALTAR
Das Altarbild zeigt den HI. Erzengei Michael, der den Teufel - dargestellt als hóllischer Drachen - hinabstúrzt. Die Statue links des Altarbildes zeigt den HI. Johannes den
Tàufer - rechts davon die Statue des Apostel und Evangelisten Johannes.
Vor dem Hochaltar an der linken Seite des Triumph¬bogens befindet sich das spàtgotische Kreuz aus dem Jahre 1492, mit dem Wap¬penschild der Fieger. Auf der rechten Seite die Muttergottesstatue Mutter in der Sonne". Sie erinnert an das Pestjahr 1609.
DER ALTAR ZUR LINKEN SETTE
Das Altarbild zeigt die Gei(3elung Christi. Dieses Bild stammt aus dem frúhen 17. Jahrhundert. Das HI. Ehepaar, die Eltern der Muttergottes, Joachim und Anna, sind in den Figuren links und rechts des Altarbildes dargestellt.
DIE DECKENGEMALDE
stammen alle vom Barockmaler Josef Anton Zoller (1779 - 1781)
Das Deckenfresko im Altarraum zeigt das erste HI. Messopfer beim letzten Abendmahl.
DIE BAROCKEN KREUZWEGSTATIONEN
Die ausdruckstarken, farbenpràchtigen Bilder wurden 1734 von Johann Georg Hettinger geschaffen und 1988 vom Absamer Rainer Erb restauriert.
DIE KIRCHENKRIPPE
Die Figuren sind 1796 ent¬standen und stammen von Johann Ginner d. A. aus Thaur. Der Krippenberg von Felìx Zimmerling. Der Hinter¬grund ist ein Werk des Absa¬mers Josef Strasser. Sie zàhlt zu den schbnsten Kirchen¬
krippen krippen unseres Landes.
DIE ORGEL
Die àlteste Nachricht der Kirchenorgel bezieht sich auf eine Orge], die im Jahre 1658 gebaut wurde. 1780 haute Joh. Anton Fuchs die Orgel einmanualig" neu. Bald nach dem Einsetzen der Wallfahr+ erweiterte 1799 Andreas Mauracher die Orgel auf
22 Register. 1841 erfolgte ein Umbau durch Josef Aigner aus Schwaz mit 23 Register. 1947 wurde eine Restaurie¬rung durch Karl Reinisch's Erben durch¬gefiihrt. Das damals verwendete Ma¬teria) war bedingt durch den 2. Welt¬krieg so schlecht, dass 2002 eine Ge¬neral-Restaurierung durch den Ziller¬taler Orgelbaumeister Christian Erler und den Restaurator Franz Niederhau¬ser aus Thaur notwendig wurde. Die Orge) hat 1.264 Pfeifen, Die hngste Holzpfeife ist 4,80 m und die kGrzeste Metallpfeife ist 20 mm lang. Die Ein¬
weihung erfolgte am 27. September 2003 durch Pràlat Christostomus Giner aus Neustift b. Brixen.
DIE VOTIVTAFELKAPELLE
Im Pfarr- und Mesnerhaus gegenilber der Sakristei befindet sich
die Votivtafelkapelle. Den Eingang ziert das Kielbogenportal aus
der ehemaligen gotischen Kirche bevor sie barokisiert wurde.
Aufgrund von Gebetserhó¬rungen dankten zahlreiche Glàubige der Gnadenmutter mit Votìvtafeln. Zum 200jàh¬rigen Erscheinungsjubìhum (1997) wurde unter Pfarrer Alois Kleinhans die Votivtafel¬kapelle generalsaniert und alle erhaltenswerten Votivta¬fein restauriert.





